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Über das Netzwerk Lesben und Buddhismus (NLuB)

Mahapajapati Upaya Zen Center, Foto: Dagmar Kräutle
"Mahapajapati" Upaya Zen Center,
Foto: NLuB

Das Netzwerk Lesben und Buddhismus ist ein offener, lockerer Zusammenschluss von und für buddhistisch interessierte Lesben. Es entstand 2000 auf dem Kongress "Frauen und Buddhismus" in Köln aus dem Bedürfnis heraus, Lesben im buddhistischen Kontext sichtbar zu machen, zu verbinden und auf dem Weg zu unterstützen. Wir organisieren uns aus der Basis heraus, wir haben keine offiziellen Strukturen oder Hierarchien. Unsere Treffen werden durch wechselnde, ehrenamtliche Teams vorbereitet und finden vorwiegend im Frauenbildungshaus Zülpich statt.

Warum befassen wir uns überhaupt mit Buddhismus? Über Buddhismus sind so viele Bücher geschrieben worden, was sollen wir noch dazu fügen? Er ist jedenfalls,nach Buddhas Worten, "ein Weg zur Überwindung allen Leidens" (Wir haben noch nicht selbst erfahren, ob das wirklich so vollständig klappt, aber hilfreich ist er jedenfalls).

Und warum müssen wir uns dann vernetzen? Nun, der Buddhismus ist von Männern tradiert, er hat patriarchale, hierarchische Strukturen. Auch in seinem Kontext stoßen wir auf Diskriminierung von Frauen. In vielen buddhistischen Idealen finden wir unsere alten Rollenbilder wieder; es gibt Widersprüche zwischen feministischen Ideen und der buddhistischen Lehre; in manchen Gruppen gibt es Homophobie. Aber: er ist durch die politische Situation sowieso stark im Aufbruch, hier im Westen noch nicht integriert und dadurch offen für Veränderungen.

Da ist es doch sinnvoll, sich zusammenzuschließen, oder? Und das machen wir so: Wir gestalten regionale und überregionale Treffen und Praxistage, pflegen private Kontakte, tauschen uns aus, hören Vorträge buddhistischer Lehrerinnen....

Auf dem LesbenFrühlingsTreffen bieten wir seit 2001 auch immer einen Workshop an, in dem wir unser Netzwerk vorstellen und miteinander meditieren.

Unsere jährlichen überregionalen Treffen (verlängertes Wochenende im Mai oder Juni) dienen vor allem dem Austausch miteinander. Aber natürlich meditieren wir auch miteinander, feiern und lassen es uns miteinander gut gehen. Es gibt Workshops, die die Teilnehmerinnen selbst vorbereiten. Diese entstehen aus dem Bedürfnis sich über ein bestimmtes Thema auszutauschen. Diskussionsstoff sind unsere Erfahrungen als Lesben in buddhistischen Gruppen und die Auseinandersetzung mit der buddhistischen Lehre in unserer lesbisch-feministischen Welt. Das gemeinsame Praktizieren und die Diskussionen begeistern uns, verbinden uns und stärken uns auf unserem Weg.

Die Praxistage fanden ursprünlglich unregelmäßig, mittlerweile aber jährlich im Herbst statt. Sie werden oft von einer Referentin geleitet, die schon ein Frühjahrstreffen begleitet hat, haben manchmal ein Thema. Hier steht weniger der Austausch als vielmehr Achtsamkeit, Vorträge und Meditationen im Vordergrund; sie finden teilweise im "Edlen Schweigen" statt.

Die Regionalgruppen sind sehr verschieden aufgebaut, teilweise dienen sie mehr dem Austausch, teilweise der Meditation. Auch die zeitlichen Abstände differieren je nach Bedürfnis der Frauen.


Gerne könnt ihr uns schreiben, Karin meldet sich dann schnellstmöglich.
lesbenundbuddhismus@web.de

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