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Netzwerktreffen 2010


 

Netzwerktreffen 2010 im Frauenbildungshaus Zülpich
10 Jahre Netzwerk - 10 Jahre der Fülle und der Leerheit

Jubiläumstreffen war mit 13 Frauen ein kleines und feines, sehr intensives Treffen mit viel Stille, Begegnung und stiller Begegnung...

Im Vorfeld gab es ein kleines Hin und Her bei der Reservierung des Hauses. Daraus ergab sich, dass ein Teil der Frauen schon Donnerstag Abend angereist sind und der andere Freitag Abend. Damit sich beide Gruppen damit wohlfühlen konnten, haben wir das Treffen inhaltlich verschieden gestaltet. Am Donnerstag Abend haben wir erst mal miteinander Kontakt aufgenommen, Bedürfnisse und Wünsche geklärt, den Ablauf besprochen und sind dann ins Miteinander-Schweigen eingestiegen.

 

Der Freitag war bis zum Nachmittag der Meditation und der Achtsamkeit gewidmet. Nachmittags haben wir uns mit einer Übung auf die Öffnung unseres Kreises für die neu Anreisenden vorbereitet und Abends begann unser Treffen offiziell.

 

Der Samstag Vormittag war ganz mit „Leerheit gefüllt“. Wie kamen wir zu diesem Thema? Wie kam dieses Thema zu uns? Das Netzwerk verändert sich, die Treffen werden immer kleiner. Und damit müssen sich auch die Organisation und die Strukturen ändern. Das löst Unsicherheit, Ängste Ärger und Konflikte aus. Es lag ja schon fast auf der Hand, das Thema „Leerheit - Vertrauen in die Leerheit“ zu unserem diesjährigen Schwerpunktthema zu machen. Wir wollten die Leerheit erfahren, empfinden, jede für sich und in der Gruppe damit sein. Wir hatten im Vorjahr beschlossen, diesmal keine Referentin zu suchen sondern uns der „Leerheit“ auch in diesem Punkt zu nähern.

 

Petra hatte uns Texte zusammengestellt sowohl aus der traditionellen tibetischen Tradition als auch von www.sylvia-wetzel.de Diese haben wir gemeinsam durchgearbeitet und uns dem Thema dann mit Rundgespräch und Mindmap genähert. Ganz neu und für viele fasziniert war die Information, dass „Sunyata“ (Leerheit) unter anderem auch „Schwanger sein“ heißt! Wenn ihr mehr über die Mindmap und das Rundgespräch lesen wollt: Rundgespräch und Mindmap "Leerheit"

 

Sowohl am Freitag wie auch am Samstag hat uns Angelika schon vor dem Frühstück eine Yogaeinheit angeboten, die wir gerne angenommen haben. In ihrer liebevollen Art hat sie uns mit sehr präzise angeleiteten Übungen stärker in die Wahrnehmung des Körpers hinein geführt. Eine sehr wohltuende Achtsamkeitspraxis! Petra war im letzten Jahr auf einem 3monatigem Retreat, da war die Gruppe doch sehr neugierig und so hat sie uns am Nachmittag davon erzählt und sich unseren vielen interessierten Fragen gestellt. Das Bedürfnis nach Bewegung und Schweigen wurde bei einem Schweigespaziergang zum See gestillt. Auch das Fest abends war ruhiger als in den letzten Jahren: es war uns nicht nach tanzen, nach dem leckeren Buffet ging es einfach mit Beieinandersitzen, Gesprächen und Austausch von Erinnerungen weiter. Der Sonntag Morgen hat uns noch mal eine Meditation gebracht, dann gab es das Abschlussplenum mit viel positiver Resonanz und nach dem Mittagessen schon wieder Abschied!

 

Und das Resümee des diesjährigen Treffens: Durch den Schweige- und Meditationstag kam eine ganz neue Tiefe eine neue Qualität in die Gruppe. Die schon entstandene Achtsamkeit und Ruhe hat es uns erleichtert, uns vom Alltag zu lösen und uns tatsächlich auf das Hier und Jetzt, auf die anderen Frauen und das Thema einzulassen. Manchmal ist es gut, wenn Pläne und Konzepte sich auflösen, es öffnet Räume für neue Erfahrungen! Sicher werden wir das mitnehmen ins nächste Treffen.

 

Es war auch gut, dass wir uns einem als schwierig empfundenen Thema ohne Referentin gestellt haben: So konnten wir den reichen Erfahrungen, den Erkenntnisse jeder Einzelnen Raum geben und erfahren, welche Kompetenzen es hier im Netzwerk gibt und am Ende war klar: wir brauchen nicht unbedingt eine externe Referentin!

 

Wie gesagt, es war ein feines, kleines Treffen. Und wenn ich so zurück sehe auf 10 Jahre Netzwerk kann ich sagen: es hat sich vieles geändert, vieles ist neu dazu gekommen, vieles auch verschwunden. Aber eines hat sich nicht verändert: nach wie vor ist das Netzwerk eine Stärkung und Unterstützung auf dem Weg, nach wie vor ist die Atmosphäre geprägt von Respekt. Und wenn ich mir die alten Berichte ansehe kann ich eigentlich einige Abschlusssätze wörtlich übernehmen:

  • es waren reiche, erfüllte und inspirierende Tage! (2002)
  • Ich glaube, wir haben uns alle reich gefühlt, gestützt und genährt für den weiteren Weg 2003).
  • Für uns war es eine Begegnung mit vielen interessanten Frauen, interessanten Themen und uns selbst. Es war lebendig und still, fröhlich und ernst, entspannt und spannend, intensiv und leicht (2004)

 

Und auch das bleibt: Die Vorfreude auf die Praxistage im Oktober und das Treffen 2011.

 

Charlotte

Grußwort von Sylvia Wetzel

Grußwort von Claudia Webinger


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